Baldurs Gate Screenshot

Spielt Sexualität in einem MMORPG eine Rolle?

Derzeit hagelt es Kritik am frisch erschienen RPG Baldur’s Gate: Siege of Dragonspear. Nicht, weil es Bugs und Probleme im Spiel gibt, sondern weil darin ein transsexueller Charakter vorkommt.

Es handelt sich um eine Klerikerin, die man während der Abenteuer trifft und die im Gespräch erzählt, eigentlich als Mann geboren zu sein. Doch sie fühle sich wie eine Frau und lebe auch als solche. Damit trafen die Entwickler einen Nerv bei einigen Gamern. Diese kritisierten die Spielfigur und die Entwickler des Spiels heftig. Eine solche Figur hätte nichts in Baldur’s Gate zu suchen und generell sollte man so ein Thema nicht in einem Computerspiel behandeln.

Spielt die Sexualität von Spielfiguren wirklich eine Rolle? Wie sieht dies in MMORPGs aus? Homosexuelle Personen, Heterosexuelle und Transsexuelle gibt es in unserer Welt und eine Fantasywelt ist immer auch ein Spiegelbild der echten. Es werden Probleme in den Geschichten behandelt, die auch in unserer Welt vorkommen. Wieso sollte es dann nicht auch Einwohner geben, die andere Sexualitäten haben? Anders sein ist etwas, das immer zu interessanten und spannenden Situationen in den Geschichten von RPGs führen kann. Es bringt Vielfalt ins Spiel und damit auch Abwechslung. Und ein Spiel, das abwechslungsreich ist, macht doch viel mehr Spaß, als wenn man auf den immer selben Pfaden treten würde. Den strahlenden Helden, der die Jungfrau rettet, hatten wir ja nun schon zur Genüge. Wie wäre es mal mit etwas anderem?

Man kann nur hoffen, dass es sich bei den Kritikern an Baldur’s Gate: Siege of Dragonspear um eine Minderheit handelt. Gamer sollten tolerant sein und sich darüber freuen, wenn es mehr Vielfalt gibt, auch in Form von NPCs, die nicht der „Norm“ entsprechen und die eine andere Sexualität haben.

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